Was ist die GBU Psyche? Einfach erklärt.

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU) — auch GB Psych, psychische Gefährdungsbeurteilung oder PGB genannt — ist seit 2013 Pflicht. Hier lesen Sie, was dahintersteckt und wie Sie sie umsetzen.

Kurz gesagt

Die GBU Psyche prüft, welche Arbeitsbedingungen Beschäftigte psychisch belasten — etwa Zeitdruck, ständige Störungen oder unklare Aufgaben. Sie deckt diese Punkte auf und führt zu Maßnahmen, die etwas ändern. Es geht nicht um Krankheiten Einzelner, sondern um die Arbeit selbst.

Viele Namen, eine Sache: GBU Psyche, GB Psych, psychische Gefährdungsbeurteilung und PGB meinen dasselbe. Wir schreiben meist „GBU Psyche".

Pflicht seit 2013

Seit 2013 muss jeder Arbeitgeber in Deutschland die psychische Belastung beurteilen — egal wie groß der Betrieb ist und in welcher Branche. Das steht im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), §5. Die Verantwortung liegt beim Arbeitgeber. Er kann die Arbeit aber abgeben: an die Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt oder einen Dienstleister.

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Wie verbreitet ist die GBU Psyche?

Immer mehr Betriebe beurteilen Gefährdungen systematisch — und beziehen die psychische Belastung ein. Hier liegt zugleich der größte Nachholbedarf und die Chance, Arbeit spürbar besser zu gestalten.

68 %

Gut zwei Drittel der Betriebe in Deutschland führen eine Gefährdungsbeurteilung durch — 2015 waren es erst 52 %.

Quelle: GDA-Betriebsbefragung (Bund, Länder, Unfallversicherung; wiss. Begleitung BAuA), 2023/24

65 %

Von den Betrieben mit Gefährdungsbeurteilung beziehen 65 % auch die psychische Belastung ein.

Quelle: GDA-Betriebsbefragung (Bund, Länder, Unfallversicherung; wiss. Begleitung BAuA), 2023/24

So läuft sie ab — in sieben Schritten

Die GBU Psyche ist ein Prozess, kein einmaliger Fragebogen. Methodisch orientiert sie sich an der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).

  1. 1

    Vorbereiten

    Ziel, Bereiche und Verantwortliche festlegen. Beschäftigte und Betriebsrat früh einbinden.

  2. 2

    Belastungen erheben

    Mit einem geprüften Verfahren wie BASA fragen, was die Arbeit schwer macht — anonym.

  3. 3

    Bewerten

    Ergebnisse einordnen: Wo ist der Druck hoch, wo läuft es gut?

  4. 4

    Maßnahmen festlegen

    Konkrete Schritte ableiten, die etwas ändern — nicht nur dokumentieren.

  5. 5

    Umsetzen

    Maßnahmen in der Linie verantworten und nachverfolgen.

  6. 6

    Wirkung prüfen

    Nachschauen, ob die Maßnahmen geholfen haben.

  7. 7

    Fortsetzen

    Bei Änderungen erneut anstoßen — die GBU bleibt ein Prozess.

Die Schritte im Detail: Prozessschritte GDA

GBU Psyche oder Mitarbeiterbefragung?

Eine Mitarbeiterbefragung misst oft Zufriedenheit oder Stimmung. Das ist nützlich, reicht aber nicht. Die GBU Psyche folgt einem klaren Standard und führt weiter: von der Erhebung über Maßnahmen bis zur Frage, ob die Maßnahmen gewirkt haben. Eine reine Befragung ersetzt sie nicht.

Verfahren und Hintergrund: das BASA-Verfahren · GBU Psyche in Deutschland

Wie setzen Sie sie um? Drei Wege

Kostenlose Tools

Die Berufsgenossenschaften bieten kostenlose Fragebögen. Gut für den Einstieg — Maßnahmen-Nachverfolgung und Folge-Runden fehlen meist.

Software selbst nutzen

Sie führen die Erhebung inhouse durch — von der Planung bis zum Bericht und zu den Maßnahmen. Mit ACOMERA und dem BASA-Verfahren.

Full-Service

Sie geben die Erhebung ab: Wir planen, laden ein, werten aus und liefern die Berichte. Gleiche Methode, gleiche Qualität.

Kosten und Wege: Was kostet die GBU? · BG-Tool oder Software? · Software · Full-Service · Software auswählen · Anbietervergleich mit Belegen

Am einfachsten: selbst ausprobieren

Erleben Sie den BASA-Fragebogen aus Sicht der Teilnehmer — ohne Anmeldung. So sehen Sie in wenigen Minuten, wie eine GBU Psyche wirkt.

Häufige Fragen

Kurze Antworten für den Einstieg in die GBU Psyche.

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Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU) prüft, welche Arbeitsbedingungen Beschäftigte psychisch belasten — etwa Zeitdruck, Störungen oder unklare Aufgaben. Ziel ist, diese Bedingungen gezielt zu verbessern. Synonyme: GBU Psyche, GB Psych, psychische Gefährdungsbeurteilung, PGB.

Ja. Sie ist seit 2013 für alle Arbeitgeber in Deutschland Pflicht — unabhängig von Größe oder Branche. Grundlage ist das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), §5. Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung, kann die Durchführung aber an Fachleute oder einen Dienstleister geben.

Eine Mitarbeiterbefragung misst oft Zufriedenheit oder Stimmung. Die GBU psychischer Belastung folgt einem methodischen Standard (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie, GDA) und führt von der Erhebung bis zu Maßnahmen und deren Wirkung. Eine reine Befragung ersetzt sie nicht.

Der Arbeitgeber. Er kann sie an die Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt oder einen externen Dienstleister geben. Mit einer Software wie ACOMERA führen Sie die Erhebung auch selbst durch — oder Sie geben sie als Full-Service ganz ab.

Das Gesetz nennt keine feste Frist. Sie ist bei neuen oder geänderten Arbeitsbedingungen sowie in sinnvollen Abständen zu aktualisieren. Viele Betriebe wiederholen die Erhebung alle paar Jahre oder nach größeren Umstellungen.

Nein. Die GBU ist erst fertig, wenn aus den Ergebnissen Maßnahmen folgen und deren Wirkung geprüft ist — so verlangen es Arbeitsschutzgesetz und GDA. Eine Erhebung, die keine verwertbaren Ergebnisse liefert, kann diese Schritte nicht tragen: Niemand weiß dann, wo welche Maßnahme nötig ist. Wer nur ein Papier für die Akte kauft, zahlt — und hat die eigentliche Aufgabe noch vor sich.

Das hängt von Größe und Weg ab. Kostenlose BG-Tools decken die Erhebung ab — Maßnahmen und Folge-Runden bleiben oft Handarbeit. Wer selbst durchführt, zahlt bei Software vor allem pro Antwort; wer abgibt, findet Festpreise bis 100 Teilnehmer bei BASA-Direkt. Kostentreiber und Wege: Was kostet die GBU? · SaaS kalkulieren: Preise & Rechner.

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