Praxisinterview
Andreas Frömter, Siemens Energy: BASA als Indikator für Sicherheitskultur
Im Gespräch in Görlitz berichtet Andreas Frömter über den Einsatz von BASA im Monitoring eines Behavior-Based-Safety-Ansatzes. Im Fokus stehen Ist-Stand-Messung, Kulturentwicklung und die nachvollziehbare Abbildung von Veränderungen in der Organisation.
Kurzprofil
- Interviewpartner: Andreas Frömter
- Interviewer: Prof. Dr. Matthias Schmidt
- Unternehmen: Siemens Energy, Standort Görlitz
- Thema: BASA als Monitoring-Instrument für Sicherheitskultur im Behavior-Based-Safety-Kontext
Originalvideo
Zum Video auf YouTube: https://youtu.be/vYlRBNpJhFI
Kernaussagen aus dem Interview
1. BBS wurde unabhängig eingeführt; BASA diente dazu, Entwicklungen im Prozess strukturiert zu beobachten.
2. Nach rund anderthalb Jahren zeigte die Wiederholung mit derselben Gruppe eine positive Entwicklung im sozialen Miteinander.
3. Für die Umsetzung war wichtig, dass Leitung, Sicherheitsfachkraft und Mitarbeiter gemeinsam Verantwortung übernehmen.
4. BASA wurde als praxistauglich erlebt, weil arbeitswissenschaftliche Fakten und psychologische Einschätzung kombiniert werden.
5. Das Ziel war ein Kulturwandel: mehr gegenseitige Unterstützung statt reiner Kontrolle.
Zitate aus dem Interview
"Die Unfallanzahl und Unfallschwere sind in den ersten zwei Jahren um 65 Prozent gesunken."
"BASA 3 als Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung war für uns hervorragend."
"Nach anderthalb Jahren haben wir es mit den gleichen Leuten nochmal durchgeführt und konnten eine sehr positive Entwicklung im sozialen Miteinander nachweisen."
Was andere Unternehmen daraus mitnehmen können
- Ein Kulturprogramm wie BBS wird messbar, wenn vorab ein klarer Ist-Stand erhoben wird.
- Wiederholungsmessungen helfen, soziale und organisatorische Veränderungen nachzuweisen.
- Wirksamkeit steigt, wenn Mitarbeiter bei Bewertung und Maßnahmenentwicklung aktiv beteiligt sind.
- Unfallzahlen allein reichen nicht aus; ergänzende Kennzahlen zur Zusammenarbeit sind wichtig.
Quelle und Transparenz
Grundlage dieser Seite sind das verlinkte Originalvideo und, sofern vorhanden, ergänzende Quellen. Das automatische Transkript wurde redaktionell verdichtet und sprachlich bereinigt. Zitate geben gesprochene Aussagen aus dem Interview wieder.
Vorgehen bei Redaktion und Prüfung: Fachredaktion und Quellenprinzip.
Inhaltsangaben
- Autor: Dr. Jens Hühn , Geschäftsführer ACOMERA
- Fachliche Einordnung: Prof. Dr. Matthias Schmidt , Wissenschaftlicher Leiter ACOMERA
- Zuletzt aktualisiert: 26.4.2026