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Neue Freitextfelder im BASA IV: KI-Auswertung für tiefere Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
von Dr. Jens Hühn · Geschäftsführer ACOMERA
Wir bei ACOMERA haben den BASA IV weiter verbessert. Die neuen Freitextfelder ergänzen die standardisierte Befragung. So gewinnen Sie deutlich mehr Tiefe für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GBU-Psych).
Der BASA IV bleibt das validierte Screening-Verfahren nach GDA-Richtlinien von 2022. Die Freitextfelder verwässern nichts. Sie machen sichtbar, was vorgegebene Items nicht erfassen: wie Belastungen im Alltag wirklich wirken und welche konkreten Verbesserungen die Beschäftigten wollen.
Warum Freitextfelder einen echten Unterschied machen
Viele Unternehmen und Berater wollen mehr als nur die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen (§5 ArbSchG). Sie möchten verstehen, was die Mitarbeitenden konkret erleben und wie man es besser gestalten kann.
Genau dafür gibt es jetzt drei klare Freitextfragen:
- Was läuft an Ihrem Arbeitsplatz besonders gut? Hier nennen Beschäftigte Ressourcen und Stärken – gute Führung, kollegiale Unterstützung oder sinnvolle Gestaltungsspielräume.
- Was läuft an Ihrem Arbeitsplatz nicht gut? Hier kommen echte Probleme ans Licht: Konflikte, überfordernde Schnittstellen oder fehlende Wertschätzung – oft Themen, die in standardisierten Fragen untergehen.
- Was könnte man an Ihrem Arbeitsplatz verbessern? Hier liefern die Mitarbeitenden direkte Ideen für Maßnahmen. Das macht den Prozess partizipativ und praxisnah.
Standardisierte Items allein reichen oft nicht
Standardfragen sorgen für Vergleichbarkeit und zuverlässige Auswertungen. Das bleibt unverzichtbar. Doch sie sind auf vorformulierte Themen beschränkt.
In den Freitexten tauchen dagegen unerwartete Einblicke auf. Plötzlich wird klar, warum bestimmte Werte auffällig sind – und welche Lösungen die Betroffenen selbst vorschlagen. Das ergänzt perfekt unsere KI-Berichte.
So funktioniert die KI-gestützte Freitextauswertung
Unsere KI extrahiert aus den Antworten die wichtigsten Themen, zählt ihre Häufigkeit und erstellt eine übersichtliche Tabelle. Dazu kommt eine klare schriftliche Zusammenfassung. Das Verfahren orientiert sich an bewährten Methoden der qualitativen Inhaltsanalyse (z. B. nach Mayring), läuft aber viel schneller und skalierbar.
Ergebnis: Die Text-Item-KI-Auswertung – mit Häufigkeiten, Stimmungsanalyse und (auf Wunsch) geschwärzten Originalantworten. Mehr dazu unter Text-Item-KI-Auswertung.
Datenschutz und Anonymität haben oberste Priorität
Freitexte können sensible oder identifizierende Details enthalten. Deshalb anonymisieren wir alles, was auf einzelne Personen hindeutet, bevor die KI auswertet. Das schützt die Ehrlichkeit der Antworten – besonders bei Themen wie Mobbing oder Konflikten.
Wir richten uns strikt nach DSGVO und EU AI Act. Alle Schritte bleiben nachvollziehbar. Mehr zur Compliance finden Sie auf unserer Sicherheitsseite.
Was bringt das konkret für die Praxis?
- Die quantitativen Ergebnisse werden verständlicher durch reale Beispiele aus dem Arbeitsalltag.
- Die Beschäftigten fühlen sich ernst genommen – das steigert die Akzeptanz des gesamten GBU-Prozesses.
- Workshops und Maßnahmen bekommen direkte Impulse direkt aus der Belegschaft.
- Sie sparen Zeit bei der Auswertung und gewinnen handfeste Ansatzpunkte.
Der BASA IV war schon stark. Mit den neuen Freitextfeldern und der KI-Auswertung wird er noch praxisnäher und wirksamer.
Häufige Fragen zu Freitextfeldern im BASA IV
Drei offene Fragen nach Ressourcen, Belastungen und Verbesserungsideen. Sie ergänzen die standardisierte BASA-Befragung.
Die KI extrahiert Themen, erstellt Häufigkeitstabellen und Zusammenfassungen – datenschutzkonform und nach qualitativer Inhaltsanalyse.
Wir anonymisieren identifizierende Angaben vor der Auswertung. So bleibt Vertrauen gewahrt.
Für Berater, BGM-Verantwortliche und Unternehmen, die über reine Pflicht hinaus echte Verbesserungen wollen.